Brennstoffzellen-Technologie.

Elektromobilität mit großer Reichweite.

Auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität. 

Der steigende Mobilitätsbedarf einer wachsenden Bevölkerung und die immer dichtere Besiedlung auf engem Raum fordert umweltverträgliche, wirtschaftliche Lösungen. Mercedes-Benz hat eine Strategie entwickelt, die uns der emissionsfreien Mobilität Schritt für Schritt näher bringt und die unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen von Nah- bis Fernverkehr erfüllt.

Brennstoffzellenautos eignen sich dank ihrer größeren Reichweite und ihrer kurzen Betankungszeiten auch für Langstrecken, da sie den Fahrstrom mithilfe von Wasserstoff selbst an Bord erzeugen. Dabei fahren sie lokal genauso sauber und ohne schädliche Emissionen wie Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb. Brennstoffzellen erzeugen aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Strom. Dabei entsteht lediglich reiner Wasserdampf.

Visionär und luxuriös: der F125!

Dass emissionsfreies Fahren möglich ist, ohne Abstriche bei Komfort, Sicherheit oder Fahrleistungen machen zu müssen, beweist unser Forschungsfahrzeug F125!, das einen Ausblick über zwei Fahrzeuggenerationen hinaus bis ins Jahr 2025 ermöglicht.

Viele Technologien des F125! befinden sich noch in der Grundlagenforschung, zeigen aber so vielversprechende Ansätze, dass eine künftige serienmäßige Umsetzung realistisch erscheint. So z.B. der strukturintegrierte Wasserstoff-Verbundspeicher – eine technologische Revolution, die es ermöglicht, den Wasserstofftank vollständig in die Karosseriestruktur zu integrieren. Dies eröffnet völlig neue Perspektiven für Fahrzeugarchitektur und Reichweite, die beim F125! übrigens bei 1.000 km liegt.

Angetrieben wird der F125! von einem leistungsstarken Elektro-Motor, gespeist von einer Brennstoffzelle. Die Weiterentwicklung der F-CELL Technologie beschleunigt in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Dabei werden lediglich Wasserdampf und Wärme freigesetzt.

Der Weg von heute nach morgen. 

Der F125! ist ein Meilenstein auf unserem Weg in die emissionsfreie Zukunft und schreibt die Geschichte seines Urahns aus dem Jahr 1994 fort. NECAR1, ein riesiger Transporter mit Brennstoffzelle auf der Ladefläche, war der erste Schritt, dem viele weitere folgten. Heute stellen über 100 B-Klasse F-CELL die Alltagstauglichkeit von Brennstofffahrzeugen unter Beweis. Und in nicht allzu ferner Zukunft mag die Vision des F125! Realität werden.

In der Zelle läuft eine so genannte kalte Verbrennung ab, denn Sauerstoff reagiert bei 80 bis 100 Grad Celsius mit Wasserstoff.

Da sich bei direktem Kontakt von Luft mit Wasserstoff üblicherweise explosives Knallgas bilden würde, trennt eine mit Platin beschichtete Kunststoffmembran (Elektrolyt) die beiden Gase voneinander.

Sie ist durchlässig für die positiv geladenen Wasserstoff-Protonen, nicht jedoch für die Elektronen, die auf dem Weg von der Anode zur Kathode einen Umweg (elektrische Leitung) wählen müssen.

Diesen Strom nutzen die Techniker, um einen Elektromotor anzutreiben. Als Produkte der Reaktion entstehen also Strom und zusätzlich Wasserdampf als Abgas.